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Investitionsstau bei „Unternehmen 4.0“?

Viele Unternehmen haben ihr Budget für die Digitalisierung erhöht. Die Investitionen fließen überwiegend in interne Prozesse sowie – notgedrungen – in den Datenschutz und die IT-Sicherheit, so eine Studie von Bitkom Research. Gemäß einer Befragung der KfW-Bank sind vor allem Großunternehmen Vorreiter bei der Digitalisierung. Doch es überwiegt die Strategie der kleinen Schritte – und IT-Spezialisten sind rar.

Rund drei Viertel der Unternehmen in Deutschland (78 Prozent) stehen der Digitalisierung offen gegenüber, ihr Anteil wächst kontinuierlich um zwei bis drei Prozentpunkte pro Jahr. Knapp zwei Drittel haben entsprechende Vorhaben für die nächsten zwei Jahre fest eingeplant; das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Grund für diese Einstellung: Unternehmen sehen die Möglichkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität zu erhöhen und so das Wachstum zu beschleunigen.

Budgets für Digitalisierung steigen stetig

Die finanziellen Mittel für die Investition in die digitale Zukunft sind vorhanden – zumindest bei Großunternehmen. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen etwas mehr als 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes, das ist eine Steigerung um mehr als zehn Prozent zum Vorjahr. Finanziert wird die Digitalisierung bei ca. drei Vierteln der Unternehmen über den Cashflow, bei etwa einem Sechstel durch Leasing. Aber hier gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto schwieriger wird es. Jedes sechste Kleinunternehmen hat Probleme bei der Finanzierung.

Zudem verfolgen viele Betriebe eine Strategie der kleinen Schritte. Anstatt konsequent in digitale Prozesse und Techniken in Produktion und Vertrieb zu investieren, wird oft nur neue Hard- und Software für die Verwaltung beschafft. Eine echte Digitalstrategie mit Vorgaben der Geschäftsführung gibt es oft nicht, Entscheidungsprozesse sind langwierig und digitale Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter wie IT-Schulungen und eine Neuausrichtung des Workflows fehlen.

Rund ein Drittel der Unternehmen klagt über Schwierigkeiten bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation, bei der Umstellung bestehender IT-Systeme, über fehlende IT-Kompetenzen aufgrund des Fachkräftemangels und über die Qualität der Internetverbindung, jedes vierte über mangelnde Akzeptanz auf Mitarbeiterseite. Als größtes Digitalisierungshemmnis werden allerdings von ca. der Hälfte der Firmen die Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz benannt.

Das Geld für die Entwicklung von digitalen Kompetenzen, Produkten und Dienstleistungen ist da, der generelle Wille wird geäußert – aber die Umsetzung scheitert oft an der nicht vorhandenen Digitalisierungsstrategie und ganz praktisch an Widerständen aufseiten der Belegschaft und am Mangel an IT-Fachkräften.

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